Einblick in die Welt angehender Süßwarentechnologen

Lara, Kimberley, Anna, Nils und Christopher haben eine große Gemeinsamkeit – Sie befinden sich in der Ausbildung zum/zur Süßwarentechnologen/-technologin bei Storck und berichten über ihre ersten Eindrücke.

 

Hey, wir sind Süßwarentechnologen Azubis im 1. Ausbildungsjahr bei Storck am Standort Halle (Westf.)! Fragt ihr euch auch manchmal, woher eigentlich die ganzen Süßigkeiten und Leckereien aus dem Supermarkt kommen? Die gleiche Frage haben wir - Lara, Kimberley,  Anna, Nils und Christopher - uns auch gestellt und uns aus diesem Grund für eine Ausbildung als Süßwarentechnologe/-technologin bei Storck entschieden

 

Nun tragen auch wir dazu bei, dass die Süßigkeitenregale bei euch um die Ecke immer reichlich gefüllt sind. Wir arbeiten täglich von 6:00 bis 14:30 Uhr. Dies klingt zwar früh, doch wir haben uns erstaunlich schnell daran gewöhnt und haben so noch viel vom Tag. Da wir hier bei Storck viele Azubis aus unterschiedlichen Bereichen haben, lernt man viele nette Leute kennen. Darüber hinaus erfährt man einiges über die anderen Berufe und deren Zusammenwirken. Auch wenn wir uns in unterschiedlichen Produktionsabteilungen befinden, verbringen wir die Pausen immer zusammen in der Kantine und tauschen unsere neusten Erfahrungen und Erlebnisse miteinander aus. Neben der Produktion von Mamba, Toffifee, Super Dickmanns und Co. im Betrieb, lernen wir die gesamte Bandbreite der Süßwarenindustrie an der Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) in Solingen kennen.

 

Zwölf Wochen pro Ausbildungsjahr verbringen wir mit Deutschlands Süßwarenbranchen Nachwuchs in der Schule. Da dies die einzige Schule in ganz Deutschland ist, stehen uns neben der Schule Berufsinternate zur Verfügung. Dadurch, dass wir dort viel Zeit verbringen, lernt man viele neue Leute kennen und kann zusammen eine Menge erleben. Wie zum Beispiel Ausflüge an den See, umliegende Städte besuchen, Billiard spielen und im hauseigenen Kino Filme schauen. Gemeinsam mit den anderen angehenden Süßwarentechnologen erhalten wir an der ZDS umfassende Fachkenntnis für unseren beruflichen Werdegang. Neben den aus der Schule bekannten Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch, werden wir in berufsbezogenen Fächern wie Qualitätssicherung, Süßwarenherstellung und Technik unterrichtet.

 

Außerdem lernen wir in SWH zunächst die Rohstoffe inklusive ihrer Eigenschaften und Herkunft genau kennen. Wusstest du z.B., dass Geleeartikel unter anderem auch aus Gummi-Arabicum hergestellt werden? Dies ist eine harzartige Masse von spezifischen Akazienarten, die überwiegend im Sudan wachsen. Interessant ist auch, dass der Kakao ursprünglich aus Südamerika und nicht aus Afrika stammt. Von dort aus kommt auch überwiegend der Edelkakao, der im Vergleich zum Konsumkakao eine fruchtige, blumige und nussige Aromanote aufweist. Das alles lernen wir, damit wir unser Wissen später in unseren Eigenprodukten einsetzen können. Richtig gehört! Wir kreieren am Ende unserer Ausbildung unsere eigene, ganz individuelle Süßware, bei der wir die Farbe, den Geschmack und die Form frei wählen können. Dafür üben wir ab dem zweiten Lehrjahr im Praxisunterricht, wie wir die Theorie über Schokolade, Zuckerwaren, Gelee-Artikel und Backwaren in der Praxis anzuwenden haben. Hier ist ein kreatives Köpfchen gefragt, denn der Vielfalt der Süßwarenindustrie ist wohl noch lange kein Ende gesetzt.